Hi there! I’m playing boardgames!

Das Manuel

Eine nicht-ganz-ernst-gemeinte „Dissertation“

Das ist ja ein Ding, dass sich tatsächlich jemand hierhin verirrt hat… wow. Nun, jetzt seid Ihr hier (klassischer Point-Of-No-Return), dann kann ich auch wieder in den Labermodus schalten.

Ich seh‘ diese „About you“-Sache gerade bei Menschen, die einem erzählen wollen, welches Brettspiel ich am Besten in meiner Freizeit spiele, als sehr pragmatisch. Schließlich muss ich ja wissen, was der Typ da im Fernsehen gut findet. Wenn er zuhause gefühlt 15 Mal Monopoly im Schrank stehen hat, weiß ich: „Nah, ich glaub, wenn der Strategie-Spiele so scheiße findet, sollte ich die mir mal anschauen!“

Ich ziehe das ganze jetzt ein bisschen pseudo-journalistisch wie ein Interview auf. Ein Selbstgespräch quasi. (+1 auf Nerdfaktor)

Unbekannter Interviewer: Hallo Manuel, zuerst möchte ich dir sagen wie gut du heute wieder aussiehst! Das ist ja der Wahnsinn! Wie machst du das?
Manuel: Naja, ich achte auf meine Ernährung also esse ich viel Spagetti-Eis, treibe regelmäßig Brettspiel-Sport und ab und an rasiere ich mich auch… Halt warte, lasse mich rasieren. (Manuel grinste an dieser Stelle des Interviews sehr seltsam)

Unbekannter Interviewer: Okay, das macht Sinn. Kommen wir zur ersten Frage: Was treibt dich an Videos über Brettspiele zu machen, ich mein‘, das ist doch nicht cool, oder?
Manuel: … Wenn ich cool wäre, würde ich auffem Pausenhof im Kreis stehen und synchron mit 10 anderen auf den Boden rotzen. Da ich dem leider entwachsen bin, habe ich nach Alternativen gesucht und wenn ein Wohnzimmer voller Brettspiele nicht cool ist, was denn dann? (Seine Mimik schien in diesem Moment undeutbar)
Eigentlich wollte ich nur mit ein paar guten Freunden ein Projekt anleiern, an dem wir alle Spaß haben, alle zusammen daran basteln und uns einbringen können. Da 75% aller Mitglieder und 100% des harten Kerns sowieso zusammen wohnen muss man den Tag ja auch mit sinnvollen Dingen füllen. Außerdem haben wir MILLIONENBETRÄGE für Brettspiele ausgegeben und zu der Zeit davon gehört, dass Blogger Rezensionsexemplare erhalten, was natürlich rein gar nichts mit der eigentlichen Motivation zu tun hat: Die Liebe zu Brettspielen.

Unbekannter Interviewer: Also nur für den Fame und die Kohle?
Manuel: … Klar, ich weiß gar nicht wohin damit. Ich schmeiß‘ rare Magic-Karten im Club! Naja, eigentlich war uns das vollkommen egal. Wir wollten einen Blick hinter die Kulissen werfen, mit Publishern sprechen, Indiespiele ausgraben, die noch nie ein Mensch zuvor gespielt hat… sowas in der Art. Außerdem haben wir sowieso jeden Tag am Spieltisch gesessen, jetzt halten wir nur noch ne Kamera drauf.

Unbekannter Interviewer: Das was Ihr da treibt sind aber keine klassischen 60 Min Regelerklärvideos, oder?
Manuel: Ne, wir wollten das anfangs, aber immer, wenn wir sowas versuchen, wird das ein absolutes Debakel. Respekt an alle, die das so knallhart durchziehen. Bei uns heißt die Devise: Kurzvorstellung + Individuelles Fazit. Man bekommt einen Einblick in die Mechanik und wir diskutieren ein bisschen über Für und Wider und dann hat man in 10 Min eine Vorstellung davon, ob das Spiel für einen interessant sein kann… außerdem machen wir ja gerade eh nur Nachrichten… ach, ja… Kickstarter-Kram machen wir ja auch noch. Ich fand es war ziemlich klug von uns sich aus einem Nischenmarkt die kleinste Nische rauszupicken.

Unbekannter Interviewer: Kommen wir zum wichtigen Teil, zu dir!
Manuel: Pffft, du weißt schon, dass du das hier kostenlos machst oder?

Unbekannter Interviewer:
Manuel: (Lachte an dieser Stelle finster) Luft, Liebe und Anerkennung…

Unbekannter Interviewer: Dann erzähl halt!
Manuel: Hmm, gerade fallen mir nur Dinge mit „B“ ein, die mich ganz gut beschreiben: Bart, Brille, Bauch, Brettspiele. Aber das interessiert ja keinen. Stefan hat da eine witzige Seite im Internetz gefunden, die einem seine Brettspielvorlieben errechnet. Ja, irre, oder? MIT DIAGRAMM! Ich liebe Diagramme. Diagramme…mmmhmmm (Irgendwie hatte ich das Gefühl Manuel floss ein wenig Speichel aus dem Mundwinkel)

Unbekannter Interviewer: Uih, das ist aber ein schönes Diagramm.
Manuel: Ich kann dir später noch schönere zeigen, wenn du willst. Bei mir zuhause!

Unbekannter Interviewer: hmmm, zurück zum Thema. Was sind denn deine Lieblingsspiele?
Manuel: (Es folgten 37 Min und 48 Sek Stille) Also ganz spontan tendiere ich zu drei Favoriten: „Chaos in der alten Welt“, „Pandemie: Legacy“ und „Villen des Wahnsinns“. Ich brauche eigentlich nur ein paar Kleinigkeiten, damit mir ein Spiel gefällt. Einen möglichst geringen Glücksanteil, liebevolles bzw. spezielles Artwork und das Gefühl, dass sich dabei jemand Mühe gegeben hat. Beim Rest bin ich in der Tat sehr flexibel.

Unbekannter Interviewer: Ich bedanke mich für dieses spannende Interview und dass du so bereitwillig auf meine Fragen geantwortet hast.
Manuel: Joa, wir sind ein und dieselbe Person, also „Bitte“!