Andromeda – Review

Als der Heidelberger Spieleverlag uns überraschend Andromeda zur Verfügung stellte, wussten wir ehrlich gesagt nicht so recht, was wir davon halten sollen, jegliche Infos dazu waren völlig an uns vorbeigegangen. 

Dazu kommt, dass im Regal noch einige bisher ungespielte Boxen stehen. Sprach also nicht für eine schnelle Rezension von Andromeda, aber nach nur zwei Tagen siegte die Neugierde und das Spiel kam auf den Tisch. Inzwischen sind wir froh darüber.

Der erste Blick in die Schachtel verrät nicht viel, in der Schachtel ist vor allem erstmal ganz viel Luft. Naja, nicht unüblich. Außerdem ein paar Bodenteile, ein Kartendeck, ein paar wenige Marker, einige Würfel und eine kleine Schachtel verschiedenfarbiger Plastikaußerirdischer, die bei genauerem Hinschauen doch bedeutend zahlreicher sind, als zuerst angenommen. Bei genauerer Betrachtung des gesamten Spielmaterials erkennt man außerdem eine ordentliche Qualität und das liebevolle Artwork fällt ins Auge. Die Hintergrundgeschichte hinterlässt uns gespalten. Die einen fühlen sich an geliebte SyFy-Bücher erinnert, die anderen schmunzeln über die Idee von uralten Techniken etwas lernen zu wollen und witzeln über das Einlagern von Videorekordern und Nokiahandys.
Die Menschheit ist längst intergalaktische Geschichte. Alle Völker der Galaxie leben in einem vom Galaktischen Rat aufrechterhaltenen und überwachten Frieden. Und dann: Ein uraltes Raumschiff schwebt verlassen durch’s All, voll mit antiker Technik – auf einer Seite der Schriftzug ANDROMEDA. Jedes Alienvolk ist scharf darauf, das Raumschiff zuerst zu erkunden, um mit Hilfe dieser antiken Technik eine Vorrangstellung gegenüber den anderen Völkern zu erlangen, doch der Rat befiehlt eine gemeinsame Mission…

Für eine Erklärung des Spielablaufs möchte ich heute gerne auf das Video verweisen, lieber gleich zum Fazit. Das Spiel lebt von einem sehr interessanten Bietmechanismus, bei dem der aktuelle Startspieler seinen Mitspielern Angebote für die Aktionen der folgenden Runde machen muss. Hier ist also nicht nur Taktik, sondern auch Menschenkenntnis gefragt und manchmal lohnt sich auch ein schlechtes erstes Angebot nur um als erster an der Reihe zu sein. Der Spielablauf ist absolut rund und gut ausbalanciert. Außerdem sorgen liebevoll ins Artwork eingebaute Eastereggs für Freudenhüpfer im Herzen eines jeden Nerds.

Wir sind wirklich angetan von Andromeda und können uns die eher schwache Resonanz mit nur mittelprächtiger Bewertung nur dadurch erklären, dass die Aufmachung vielleicht bei einigen Spielern leichtere Kost vermuten lässt, als man mit dem Spiel geboten bekommt. Von uns – zugegebenerweise unerwartet – eine glatte Kauf- und Spielempfehlung!

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