Jackal Archipelago – Die 30-Minuten-Schatzsuche für Teilzeitstrategen

Mit Jackal Archipelago haben wir auf der Spiel 2016 in Essen ein uns völlig unbekanntes russisches Schmankerl kennen lernen dürfen. Rein optisch fiel uns am Stand von Mosigra und Magellan die schädelförmige Box direkt ins Auge. Nun, pünktlich zum Start der Kickstarter Kampagne präsentieren wir euch eine kleine, aber feine Review zu diesem kleinen, aber feinen Spiel.

In Jackal Archipelago schlüpfen 1-4 Spieler in die Rolle eines aufstrebenden Priratencaptains und selbstverständlich begeben sich alle auf die Suche nach dem großen Schatz des berüchtigten Captain Jackal. Das Spiel verspricht simple Grundregeln bei einem angenehmen Komplexitätslevel. So befehligen wir unsere drei Piraten kreuz und quer über die Insel, erkunden, stellen uns Gefahren, rauben unsere Rivalen aus und letztendlich das Wichtigste: Füllen unser Schiff mit Gold. Dabei triggern einzelne Inselplättchen weitere Bewegungen und Aktionen, die man nach dem ersten Aufdecken auch gezielt in seine Strategie einbauen kann. Nachdem die Insel dann komplett erkundet und sämtliches Gold eingesackt wurde endet das Spiel und es werden Münzen gezählt. Schönes Feature: Nach jedem Spiel kann man Sonderfertigkeiten für seine Mannschaft erwerben und so beim Plündern der nächsten Insel einen kleinen Vorteil erhalten. Die Regeln sind in 10 Minuten locker erklärt und länger als 30-45 Minuten sollte es auch nicht dauern, perfekt für zwischendurch oder als Absacker.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Bei unserer Version, die NICHT der finalen Kickstarterkampagne entspricht, war das Material eher weniger prall. Die Spielfiguren, stellen abstrakte Silhouetten von Piraten dar. Eigentlich voll okay, aber zum Erkennen braucht es eine Weile. Das alleine wäre nicht so schlimm, blöd sind allerdings die Aufkleber, welche die neu erworbenen Fähigkeiten der Piraten anzeigen sollen. Diese werden um den Piratenmeeple geklebt und nach dem dritten oder vierten Spiel klebt auch der beste Aufkleber nicht mehr so richtig. Die 80er Jahre Goldtokens oder die Fläschchen stimmen mich dabei eher nostalgisch und lassen mich in Erinnerungen an alte MB Spiele schwelgen. Der Rest ist durch die Bank vollkommen solide und für das Preissegment entsprechend gut umgesetzt.

Lobend erwähnen will ich an dieser Stelle das Regelbuch. Das Ding ist herrlich witzig geschrieben und es macht richtig Spaß die absurden Begründungen zu lesen, warum und wieso jetzt eine Flaschenpost beim Lösen eines Labyrinthes hilft. Herrlich!

Wer sich hier angesprochen fühlt, dem sei das Projekt ans Herz gelegt. Zur Kampagne geht’s hier:
https://www.kickstarter.com/projects/mosigra/jackal-archipelago-islands-pirates-gold-and-more

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