Karate Fight – schneller Schlagabtausch verpackt als Kartenspiel

Das man nicht immer großartig komplizierte Regeln und verschachtelte Spielmechaniken braucht, um ein kurzweiliges Vergnügen zu schaffen, zeigt Karate Fight von Ninja Division und Soda Pop Miniatures. In Karate Fight treten 2-4 Kämpfer gegeneinander an (entgegen der Martial Arts-Tradition, dass auch bei großen Gegnergruppen, wie jeder weiß, immer einer nach dem anderen kämpft…) und tun ihr möglichstes, Ihre Gegner so schnell wie möglich von ihren Karten zu befreien.Das Spiel besteht aus 56 Karten. Wir besitzen die Ninja All Stars Edition, mit kleinen Chibi-Ninjas, typisch japanisch gibt es aber auch noch eine Version mit kurzberockten und großbrüstigen Kämpferinnen und Schlüpferblitzern auf fast jeder Karte.

Die Spielmechaniken sind hierbei ziemlich einfach. Es gibt drei Kartentypen: Rote Angriffskarten, Blaue Verteidungskarten und Grüne Spezialkarten. Die Spieler nehmen Ihre Karten auf die Hand und spielen sie reihum möglichst schnell auf einen Stapel in der Mitte aus. Dabei soll auch gern der Name der Karte beim Ablegen laut gerufen werden. Hat der erste Spieler eine rote Angriffskarte gespielt, muss der darauffolgende Spieler in den Schlagabtausch einspringen. Auf jeder Angriffskarte steht neben ihrem Namen auch noch eine Zahl, die angibt wie viele Versuche der nächste Spieler hat. Ist also eine Angriffskarte mit einer 3 gespielt worden, muss spätestens die dritte Karte des darauffolgenden Spielers auch eine Angriffskarte sein. Ist das nicht der Fall, stoppt die Runde und der letzte erfolgreiche Angreifer erhält alle auf dem Tisch liegenden Karten und beginnt die nächste Runde. Der Spieler, der es schafft, alle Karten auf der Hand zu haben, gewinnt das Spiel.

Bis hierhin ist an Karate Fight noch nichts großartig Besonderes, den Hauptreiz machen für uns die zusätzlichen Stichbedingungen sowie die grünen Spezialkarten aus. Werden spezielle Kartenkombinationen hintereinander gelegt, gibt es einen Treffer. Der erste Spieler, der das erkennt und seine Hand auf den Kartenstapel klatscht, bekommt alle Karten. Gefahr von blauen Fingern 🙂 Auch eine der Spezialkarten löst dies aus. Außerdem gibt es Karten für einen Richtungswechsel, ein Schnick-Schnack-Schnuck und – unser Favorit – für ein Starrduell, bei dem nur gewinnen kann, wer es am längsten aushält, nicht zu blinzeln, zu lachen oder wegzusehen.

Uns hat Karate Fight sehr gut gefallen. Es entwickelt sich zwar manchmal zum Endlos-Spiel, was wir dann aber durch einfache Rundenbegrenzung beheben und feddich. Das Spiel ist einfach, schnell und hektisch und ziemlich gelungen.

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