Tanto Cuore – Funktioniert der feuchte Traum als Kartenspiel?

Langsam aber sicher werden stetig die Messefunde der letztjährigen Spiel abgearbeitet. Darunter Tanto Cuore, ursprünglich von Arclight Games und jetzt durch Japanime Games ins Englische übersetzt und damit auch für uns Deutsche spielbar. Auf der Messe kam ich in den Genuss, fast sämtliche Spiele im Repertoire des amerikanischen Verlages zu testen und durfte auch ein Exemplar von Tanto Cuore mit nach Hause nehmen.

Nachdem Stefan und ich ein paar Runden gespielt hatten, war relativ klar, dass es sich hier um einen sehr soliden Ableger des Deckbuilding-Genres handelte. Alles ist vorhanden, viele abwechslungsreiche Karten zum einkaufen, Elemente, um sein Deck zu optimieren und sogar seinen Gegner kann man ärgern indem man ihm Punkte streitig macht oder Sonderfertigkeiten negiert. Einige Karten entwickeln sogar Synergien! Hätte ich bei dem Thema nicht erwartet. Allerdings muss einem bewusst sein, dass es sich hier um kein Regelschwergewicht oder gar ein Spiel handelt, welches einem eine strategische Meisterleistung abverlangt um zu gewinnen. Es ist was es ist: Ein nettes Kartenspiel für zwischendurch.

Was allerdings besonders ist, deshalb hat es mich auch angesprochen, ist das doch sehr spezielle Thema. Man schlüpft nämlich in die Rolle eines Hausherren, der (naja, wie sag‘ ich’s am besten?) einige Stellen im Housekeeping und in seiner eigenen ganz persönlichen Betreuung vakant hat. So muss man eine bunte Schaar aus leicht bekleideten Hausmädchen um sich versammeln, die im Idealfall auch noch für das Spiel entscheidende Fähigkeiten besitzen: Die einen ermöglichen das Nachziehen neuer Karten, andere spenden dem Spieler mehr Liebe, mit der er neue Dienstmädchen anwerben kann, wieder andere geben die Möglichkeit mehrere Mädchen gleichzeitig anzuheuern und manche können sogar alles auf einmal!!!

Der Reiz besteht ganz klar in den liebevollen Zeichnungen und qualitativ sehr hochwertigen Karten. Wer sich dafür begeistern kann und auch ab und an ein Spielchen spielt, dessen Anspruch nicht weit über dem von Mau-Mau liegt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Einzig der Preis mit 50$ für knapp 300 Karten lassen mich ein wenig weinen, aber vielleicht tröstet mich bald ein knapp bekleidetes Manga Hausmädchen auch darüber hinweg…

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